Schwarzmeergrundel

18.07.2017 - (sda) Die invasive Fischart Schwarzmeergrundel ist bis zum Kraftwerk Rheinfelden AG vorgedrungen. Vereinzelt wurden Tiere im Umgehungsgewässer des Kraftwerkes gefunden. Dies zeigt ein Zwischenbericht des Kantons Aargau über die Ausbreitung des in der Schweiz unerwünschten Fischs im Rhein.

Seit bald 20 Jahren breiten sich mehrere Grundelarten aus dem Schwarzmeerraum („Schwarzmeergrundeln“) explosionsartig im Rhein unterhalb von Basel aus. Im Jahr 2011 tauchten sie erstmals in Basel auf und machen dort inzwischen die Mehrheit der Fische aus. Die Ausbreitung rheinaufwärts schreitet stetig voran. Die Auswirkungen auf das Ökosystem sind derzeit erst in Ansätzen bekannt. Aufgrund von Erfahrungen in anderen Ländern sind aber durch Konkurrenz um Lebensraum und Nahrung sowie durch den Frass von Eiern und Jungfischen massive Auswirkungen auf die lokale Fischfauna zu befürchten.

Je länger mit griffigen Massnahmen zugewartet wird, desto grösser ist das Risiko, dass Schwarzmeergrundeln in neuen Gewässern auftauchen und dort grossen Schaden anrichten. Trotz der Dringlichkeit sind nur wissenschaftlich abgestützte und gut koordinierte Massnahmen angezeigt. In den letzten Jahren wurde insbesondere die Universität Basel, aber auch Bund und Kantone auf verschiedenen Ebenen aktiv. Ein gesamtheitlicher Ansatz, der alle Akteure einschliesst, fehlte aber. Aus diesem Grund wurde von der Arbeitsgruppe Grundeln der AGIN-D (Arbeitsgruppe invasive Neobiota – Untergruppe Neozoen) die vorliegende Strategie entwickelt. Sie zeigt die Problematik der invasiven Schwarzmeergrundeln auf und definiert Ziele, Handlungsfelder und Massnahmen zu deren Eindämmung.
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